Osmoseanlagen und Umkehrosmoseanlagen // Der Unterschied?

Wasser ist essentiell notwendig für den Menschen. Ohne Wasser wird es unmöglich zu überleben. Aus diesem Grund gibt es unter anderem spezielle Systeme und Anlagen, welche auch in der Aquaristik für gutes Wasser sorgen sollen. Immer wieder wird von den beiden Begriffen Osmose und Umkehrosmose gesprochen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um dasselbe. Wo der Unterschied zwischen den beiden Begriffen liegt und wie sie funktionieren, wird im folgenden Artikel erklärt.
Wasser, Aquaristik

Was ist Osmose?
Bei der Osmose handelt es sich im Großen und Ganzen um den Ausgleich mittels einer halbdurchlässigen Membran. Die Membran agiert in diesem Fall wie eine Art Filter beziehungsweise Sieb. Wasser wird im Prinzip immer durchgelassen. Nur andere Moleküle wie Salz oder Zucker werden im Sieb aufgefangen. Bei der Funktionsweise werden also Flüssigkeiten und Moleküle voneinander getrennt. Im Endeffekt bildet sich dadurch ein osmanisches Gleichgewicht. Unter anderem ist die Vorgehensweise unter dem Begriff “Molekülwechsel” bekannt. Der Wechsel findet solange statt, bis die andere Seite ausgeglichen wurde.

Was ist Umkehrosmose?
Das Hauptziel der Umkehrosmose ist die Gewinnung von Osmose Wasser. Reines und sauberes Wasser wiederum kann für andere Zwecke genutzt werden. Das saubere Wasser wird dadurch erreicht, wenn der Druck auf der Membran höher ist als auf der anderen Seite. Durch diesen Unterschied an Druck setzt sich das dreckige und verschmutzte Wasser in Richtung der Membran ab. Nach diesem System wird die Membran relativ schnell verschmutzen. Wichtig ist, dass das Abwasser viele Moleküle mit in den Abfluss trägt. Je höher der Druck ist, desto besser funktioniert das Prinzip.

So funktionieren Osmose- und Umkehrosmoseanlagen
Das Prinzip beider Anlagen wurden im Grunde genommen oben bereits beschrieben. Bei der Umkehrosmose Anlage wird auf einer Seite das Leitungswasser angeschlossen, um den notwendigen Druck zu erlangen. Dadurch lässt sich der Schmutz von der Membran trennen. Der andere Schlauch dient als Abfluss des dreckigen Wassers. Manche der Anlagen müssen mit der Hand gereingt werden. Je nach Ausstattung kann die Reinigung bis zu 15 Minuten in allen 2 Wochen dauern.

Wozu wird das Osmosewasser gebraucht?
Das Osmosewasser ist nicht nur für das Aquarium und deren Tiere von Vorteil, sondern auch für Menschen. Umkehrosmoseanlagen werden heutzutage in vielen Haushalten eingesetzt. Im Leitungswasser können unterschiedliche Stoffe enthalten sein, die weder gesund noch verdaulich sind. Viel reiner sind zum Beispiel Quell- oder Gletscherwasser. Kaffeeautomaten, Wasserkocher oder Bügeleisen können von besserem Wasser profitieren. Zudem lässt sich das Wasser als Trinkwasser nutzen. Beim Kochen verleiht es unter anderem einen intensiveren Geschmack.

Fazit
Bei der Osmose handelt es sich um ein System, bei dem beide Seiten ausgeglichen werden. Der schmutzige Teil kommt auf die Seite der Membran, die wie ein Filter wirkt und Verschmutzungen abfängt. Bei der Umkehrosmose kommt alles auf eine Seite. Das geschieht durch Druck. Am Ende befindet sich auf der einen Seite schmutziges Wasser und auf der anderen Seite sauberes Osmosewasser. Das Wasser ist nicht nur gut für Tiere, sondern auch für Menschen.